In der heutigen Zeit braucht jeder Berufstätige eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Laut Statistiken muss durchschnittlich jeder Deutsche Arbeitnehmer frühzeitig aus der Arbeit austreten. Aus diesem Grund ist die Berufsunfähigkeitsversicherung auch vom FINANZ-test der Stiftung Warentest zu einer der wichtigsten Versicherungsvarianten gekürt worden.
Nötig ist die Berufsunfähigkeitsversicherung auch deswegen, weil die heutige Erwerbsminderungsrente, die im Falle einer Berufsunfähigkeit ausgezahlt wird, nur bis zu 38% des ehemaligen Brutto-Lohns beträgt. Damit liegt die Erwerbsminderungsrente gerade mal auf Sozialhilfeniveau. Die volle Zahlung ist auch nur dann der Fall, wenn man nicht zu mehr als drei Stunden Arbeit pro Tag fähig ist. Darum sollte man zusätzlich auch noch eine private BUV abschließen. So schafft man sich ein finanzielles Polster, zumindest bis zum Eintritt in die normale gesetzliche Rente.
Damit Sie auch wirklich wissen, was Sie alles zum Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung brauchen und in welchem Falle dann auch Zahlungen vorgenommen werden, wollen wir hier einige Informationen bereitstellen.
Zunächst einmal sollten Sie Ihre eigenen Ansprüche an den Anbieter überprüfen. Gehen Sie nur zu Versicherern, die auch mit dem Urteil "Gut" oder "Sehr Gut" bei der Stiftung Warentest abgeschnitten haben. Bei diesen Test wird vor allem auch auf Fallen und versteckte Klauseln in den Verträgen geachtet. Sie können dem Urteil also getrost vertrauen.
Nun hat der Anbieter ja auch umgekehrt Ansprüche an Sie. Allem voran kommt ihre Gesundheit zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Der Versicherer will ja auch Gewinn machen und daher einen möglichst gesunden Kunden haben. Würde der Versicherungsfall bei Ihnen zu schnell eintreten, würde der Anbieter ja Verlust machen, da Sie noch nicht besonders viele Beiträge eingezahlt haben.
Sollten Sie sich, was Ihren Gesundheitszustand angeht, nicht sicher sein, ob Sie einen Vertrag bekommen würden, können Sie einfach einen Probeantrag an mehrere Versicherer schicken. Sollten Sie nun mehrere Annahmen erhalten, können Sie den nicht gewählten Anbietern immer noch innerhalb von 30 Tagen widersprechen.
Bei der Angabe ihres Gesundheitszustandes sollten Sie nicht zimperlich sein. Zählen Sie radikal jeden noch so kleinen Krankheitsfall auf, den Sie bisher erlebt haben. Auch die dazugehörigen Behandlungen sollten Sie nicht weglassen. Wenn Sie tatsächlich "gesund genug" sind, kann der Anbieter bei einer derartig genauen Angabe aller bisherigen Krankheiten nicht anders, als Sie zu versichern.
Lassen Sie zuviel weg, kann es dazu kommen, dass sich der Anbieter um eine Zahlung herumredet. Auch Ihre Hobbys sollten Sie nicht außen vor lassen, auch wenn diese gegebenenfalls für einen sogenannten Risikozuschlag sorgen. Leider ist es auch so, dass Sie mit zunehmendem Alter eine immer geringere Chance auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Auch in diesem Fall denkt der Anbieter an das von ihm in Kauf genommene Risiko. Denn mit zunehmenden Alter häufen sich auch oft die Krankheiten. Deshalb sollte man sich sehr früh für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden. Am Besten sofort nach der Ausbildung oder dem Studium.
Für alle Berufsanfänger gilt außerdem, dass mindestens fünf Jahre Arbeitserfahrung notwendig sind, damit die Berufsunfähigkeitsversicherung greifen kann.